Trinkwasser
Unser Lebensmittel Nr.1
- gesundheitsgefährdend verunreinigt?
Ohne Wasser wäre Leben nicht möglich. Unser Körper besteht zu je nach Lebensalter bis zu 80% aus Wasser. Um gesund zu bleiben, benötigen wir unbelastetes und schadstofffreies Trinkwasser. Ein gesundes Stoffwechselgeschehen hängt wesentlich von der Zufuhr einer ausreichenden Zufuhr von sauberem Trinkwasser ab.
Das erneuerbare Süßwasser als Bestandteil des Wasserkreislaufs ist eine lebensnotwendige Ressource, wobei in Deutschland die wichtigste Quelle für die Trinkwasserversorgung das Grundwasser ist. Eine gute Qualität und Verfügbarkeit des Grundwassers ist damit von grundlegender Bedeutung für eine sichere Wasserversorgung.
Jedoch hat die Intensivierung der Landwirtschaft zur Entstehung immer größerer Umwelt- und Wasserprobleme beigetragen. Seit Jahrzehnten kommt Trinkwasser immer wieder ins Gerede, weil vielerorts Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe überschritten werden. Die Wasserwerke scheinen mit ihren Möglichkeiten nicht immer in der Lage, die Giftflut, die über Landwirtschaft und Industrie ins Grundwasser gelangt, zurückzuhalten.
Trinkwasseratlas
Die GfN will einen Trinkwasseratlas mit Belastungsindices für alle Bereiche in Deutschland erstellen und veröffentlichen, der die Qualität unseres Trinkwasser aufzeigt und Empfehlungen vorgeben kann, in welchen Bereichen es sinnvoll sein kann, Wasserfilter einzusetzen und welches Filtersystem es sein sollte. Als gemeinnütziger Verein sind wir hierbei auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Die Belastung des Wassers beispielsweise durch Nitrate ist eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft und Massentierhaltung als Hauptquelle des Stickstoffeintrages. Ein Teil der wasserlöslichen Nitrate können im Boden zwar von Mikroben denitrifiziert werden, dennoch führt eine fortgesetzte und übermäßige Anwendung von Düngemitteln zu einer ununterbrochenen Erhöhung der Nitratbelastung des Grundwassers. Trotz intensiver Bemühungen nimmt die Nitratbelastung nur sehr langsam ab, so dass auch in den kommenden Jahren voraussichtlich noch viele Grundwasserleiter über den Grenzwert von 50 mg/l Nitrat belastet sein werden.
Pestizidrückstände (Insektizide, Herbizide, Fungizide usw.) sind im Wasser, in der Luft und in Nahrungs- und Futtermitteln vorhanden. So ist es wenig verwunderlich, dass das Grundwasser vielerorts mit Pestiziden belastet ist: deutlich mehr als 10% überschreiten bereits den für Trinkwasser geltenden Grenzwert von 0,1 Mikrogramm Pestiziden pro Liter. Hauptsächlichster Verursacher ist das Herbizid Atrazin, das trotz seines Verbotes im Jahre 1991 immer noch nachgewiesen werden kann. Ein beträchtlicher Teil der Rückstände von Pestiziden stammt zudem aus der Anwendung durch Eisenbahngesellschaften, bei der Straßeninstandhaltung, durch Gebietskörperschaften und in erheblichem Umfang auch durch private Gartenbewirtschaftung.
Eine wirksame Kontrolle der Pestizidrückstände im Wasser wäre kompliziert, langwierig und kostenaufwendig. Auch gibt es für zwei Drittel aller zugelassenen Pestizide keine chemischen Nachweisverfahren. Durch das Fehlen von geeigneten Analysen und Geldern ist es nicht im gewünschten Umfang möglich, die Rückstände von zahlreichen Pestiziden mit möglicherweise negativen gesundheitlichen Auswirkungen qualitativ und quantitativ zu erfassen.
Es ist außerdem damit zu rechnen, dass Tausende weiterer Inhaltsstoffe in unserem Leitungswasser vorkommen, ohne dass eine Möglichkeit besteht, diese nachzuweisen. Nitrat und Atrazin sind häufig nur die Spitze eines Gift-Eisberges mit einem erheblichen Langzeitrisiko für unsere Gesundheit. Bereits jeder Dritte leidet mehr oder weniger regelmäßig an einer Allergie. Als Ursache darf unbestritten die Verseuchung unserer Umwelt mit anzusehen sein.
Natürlich ist der intensiven Landwirtschaft nicht allein eine Verschlechterung der Versorgungssicherheit und der Wasserqualität vorzuwerfen. Neben industriellen Entnahmen aus dem Grundwasser, die einen bedenklichen Beitrag zur Wasserverknappung liefern, stellen ungenügend gefilterte Industrieabwässer, Störfälle und Einleitungen der Privathaushalte bedeutende Quellen für einen Schadstoffeintrag in den Wasserkreislauf dar.
Große Sorge bereiten den Wasserwerken der Eintrag von aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen krebserregenden Substanzen, hormonaktiven Substanzen, Arzneimittelrückständen oder gefährlichen Schadstoffen im Zusammenhang mit der Ausbringung von Klärschlamm auf Agrarflächen. Ein bekanntgewordenes Problem ist in jüngster Zeit, dass noch immer Trinkwasser aus den Hähnen fließt, das bedenklich hoch mit Uran belastet ist: sichere gesetzliche Grenzwerte lassen auf sich warten.
Zwar sind gesetzliche Trinkwassergrenzwerte so festgelegt, dass die tägliche Aufnahme von zwei Litern Wasser ohne jedes Risiko lebenslang gesundheitlich duldbar ist. Als entsprechend gering wird das Risiko einer Gesundheitsschädigung angesehen, falls ein gesundheitlicher Grenz- oder Höchstwert nur vorübergehend überschritten sein sollte.
Laut Trinkwasserverordnung dürfen chemische Stoffe im Wasser für den menschlichen Gebrauch nicht in Konzentrationen enthalten sein, die zu einer Schädigung der menschlichen Gesundheit führen könnten. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Konzentrationen von chemischen Stoffen, die das Wasser für den menschlichen Gebrauch verunreinigen oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen können so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles möglich ist.
Denn das Aufbereiten von Trinkwasser wird für die Wasserwerke immer teurer. So kostet das Herausfiltern von 1 kg Pestizid die Wasserwerke bis zu 100.000.-. Jährlich werden allein in Deutschland über 315.000 Tonnen Pestizide versprüht.
Viele Gemeinden dürfen ihr Wasser nur noch mit einer Sondergenehmigung der zuständigen Gesundheitsämter an die Verbraucher ausliefern, weil gesetzlich festgelegte Grenzwerte überschritten wurden. Die Aussichten, dass durch Sanierungskonzepte und sparsameren Umgang mit Düngemitteln und Pestiziden die Trinkwassersituation verbessert werden kann, scheinen hoffnungslos. Selbst wenn ab sofort jede Verwendung dieser Stoffe gestoppt würde, bräuchte die Natur dennoch Jahre und Jahrzehnte, um sich wieder zu erholen.
Angesichts dieser Situation ist der gesundheitsbewusste Verbraucher auf der Suche nach geeigneten Möglichkeiten, selbst auf die Qualität seines Leitungswassers einzuwirken und mögliche Schadstoffkonzentration zu reduzieren.
Im Handel werden daher auch immer mehr Filtergeräte angeboten, mit denen diese Probleme gelöst werden sollen. Es bestehen zwischen den einzelnen Filtertypen und Filtersystemen große Qualitätsunterschiede. Häufig werden auch Angaben gemacht, die sich in der Praxis nicht bestätigen lassen.
Wasserfilter
Daher sollen an dieser Stelle die Vor- und Nachteile der einzelnen Filtersysteme dargestellt werden. Bei den hier aufgeführten Filtersystemen handelt es sich nicht um eine vollständige Auflistung aller bekannten Verfahren, vielmehr wollen wir Ihnen einen ersten Überblick über gängige Verfahren verschaffen. Diese Liste wird ständig erweitert. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns unter: info (at) pro-naturheilkunde.com .
AKTIVKOHLEFILTER
führen zu einer geschmacklichen Verbesserung des Wassers, weil es teilenthärtet wird. Organische Verbindungen und bestimmte Gruppen von Pestiziden sowie Chlor können von Aktivkohlefiltern entfernt werden. Kalk wird teilweise entfernt. Anorganische Schadstoffe, wie Nitrat und Schwermetalle und auch eine Vielzahl anderer chemischer Schadstoffe können durch Aktivkohlefilter nicht oder nur zu einem geringen Prozentsatz entfernt werden. Aktivkohlefilter lösen daher nur einen Teil möglicher Trinkwasserprobleme. Nachteilig bei Aktivkohlefiltern ist es, dass sie sich mit den zurückgehaltenen Schadstoffen anreichern. Dies birgt die Gefahr, dass bei einer Überschreitung der Filterkapazität die Schadstoffe schwallartig an das gefilterte Wasser abgegeben werden können, und das Wasser belasteter ist als zuvor. Aus diesem Grund müssen Aktivkohlefilterpatronen regelmäßig gewechselt werden.
IONENAUSTAUSCHER
können bestimmte Schadstoffe aus dem Wasser entfernen, wobei wie der Name schon sagt, Schadstoffe, die im Wasser vorhanden sind, durch andere unschädliche Stoffe z.B. Chlorid ausgetauscht werden. Ionenaustauscher entfernen jedoch ähnlich wie Aktivkohlefilter nur einen Teil der Schadstoffe aus dem Wasser, so dass sich mit diesem Verfahren nicht alle Trinkwasserprobleme lösen lassen. Ähnlich wie bei Aktivkohlefiltern reichern sich auch Ionenaustauscher mit den ausgefilterten Schadstoffen und Bakterien an, was zu einem plötzlichen „Ausbluten“ führen kann, wenn die Schadstoff-Aufnahmekapazität des Ionenaustauschers überschritten oder bei einer mikrobiellen Verunreinigung übermäßig verkeimt ist. Manche Ionenaustauscher sind aus diesem Grund mit einer Wasseruhr ausgerüstet, damit bei bekannter Schadstoffbelastung die maximale Durchflußmenge bestimmt werden kann. Allerdings wird dabei vorausgesetzt, dass die Schadstoffkonzentration konstant ist, was jedoch nicht der Realität entspricht, da die Werte stark schwanken können. Auch Ionenaustauscher müssen regelmäßig regeneriert werden, wobei wasserbelastende Säuren, wie z.B. Salzsäure zum Einsatz kommen. Ionenaustauscher arbeiten also mit dem Einsatz von Chemikalien, die unsere Umwelt zusätzlich belasten. Auch Ionenaustauscher erfassen immer nur einen Teil der im Wasser gelösten Schadstoffe.
UMKEHROSMOSE-GERÄTE
arbeiten nach einem Prinzip, das in der Natur in jeder Zelle ständig stattfindet. Eine teildurchlässige Membran, die z.B. in einem zylinderförmigen Filtergehäuse spiralförmig gewickelt sein kann, hält Schwermetallionen und Schadstoffmoleküle zurück, die größer sind als Wassermoleküle, und lässt nur Wassermoleküle und einen kleinen Teil der im Wasser gelösten Mineralstoffe hindurch. Dabei entsteht ein gereinigtes Wasser, das mehr oder weniger sauberem Regenwasser entspricht. Sogar Kohlenwasserstoffverbindungen werden durch die Osmose-Membran nahezu vollständig zurückgehalten. Damit ist die Umkehrosmose eines der wenigen Wasserreinigungsverfahren, mit dem Kalküberschüsse und nahezu alle Schadstoffe aus dem Wasser gefiltert werden können. Umkehrosmose-Geräten müssen keine Chemikalien zugesetzt werden. Nachteilig ist, dass Umkehrosmose-Geräte mehr Wasser benötigen als sie Trinkwasser gewinnen. Selbst bei guten Geräten liegt dieses Verhältnis zwischen 1:3 bis 1:5. Da während des Betriebs die Osmose-Membran ständig umspült wird, können sich in einem Umkehrosmose-Gerät keine Schadstoffe anreichern. Die Um- und Ausspülung ist allerdings sehr wichtig, denn die organische Filtermembran stellt einen guten Nährboden für mikrobielle Verunreinigung dar. Allerdings sind Umkehrosmose-Geräte sehr wartungsfreundlich mit einer Betriebsdauer von bis zu 5 Jahren. Da sie mit dem Wasserleitungsdruck arbeiten, können sie energiesparend ein mineralarmes Wasser von hoher Qualität liefern.
DESTILLIERGERÄTE
bringen Wasser zum „Verdampfen“, wodurch ein Großteil der Schadstoffe, die nicht mit dem Dampf transportiert werden können, zurück bleiben. Allerdings ist die Aufnahme von destilliertem Wasser sehr umstritten und fragwürdig. Da es auch keine Mineralstoffe mehr enthält, und eher einem „toten“ Produkt gleicht, entzieht es durch Ausgleich des Konzentrationsgefälles dem Körper Mineralstoffe. Aus diesem Grund gilt das Trinken von destilliertem Wasser als gesundheitsschädlich. Ein weiterer Nachteil ist es, dass sie im Gegensatz zu anderen Filtersystemen sehr viel Energie verbrauchen. Außerdem können mit der Destillation auch nicht alle Schadstoffe entfernt werden. Zum Beispiel werden im Wasser gelöstes Dioxin und andere leicht flüchtige Schadstoffe auch in das Destillat verschleppt, das getrunken wird.
GERÄTE ZUR HERSTELLUNG VON LEVITIERTEM WASSER
sollen durch besondere Verwirbelungen bei hohen Geschwindigkeiten Wasser energetisch aufladen. Die chemische Zusammensetzung ändert sich dabei allerdings nicht, auch werden bei diesem Verfahren keine Schadstoffe aus dem Wasser entfernt. Die Anbieter solch 'levitierten' Wassers behaupten, die in diesem Wasser nach wie vor enthaltenen Schadstoffe seien für den Organismus jedoch nicht mehr verfügbar. Diese Behauptung ist wissenschaftlich nicht haltbar. Jedenfalls bleiben enthaltene Schadstoffe, wie z.B. Nitrat weiterhin nachweisbar: ein Nitrat-Teststäbchen verfärbt sich auch nach dem 'Levitieren'.
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Aufgrund der mangelnden Transparenz über die Trinkwasserqualität – Analysewerte werden von den Wasserwerken nur regional auf nachdrückliche Aufforderung zur Verfügung gestellt – greifen viele Verbraucher zu Mineralwasser als Alternative zum Leitungswasser.
Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es sehr salzreiche, aber auch sehr mineralarme Mineralwasser gibt. Welche Art von Mineralwasser geeignet ist, hängt von der jeweiligen durstauslösenden Situation ab: nach starkem Schwitzen ist es von Nöten, dem Körper wieder Elektrolyte, sprich Mineralsalze zuzuführen, d.h. ein mineralreiches Wasser zu trinken. Ein sehr mineralarmes Wasser kann diese Art von Durst kaum löschen, bzw. sich sogar nachteilig auswirken. Nach dem Verzehr von stark übersalzten Lebensmitteln verlangt der Körper hingegen nach mineralarmen Mineralwasser zur „Verdünnung“. Hier vermag mineralhaltiges Wasser diese Art von Durst kaum zu löschen.
Für Babys und Kleinkinder sind vorzugsweise natrium- und nitratarme Wasser geeignet.
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Die Gesellschaft für Naturheilkunde Deutschland e.V. plant die Erstellung und Veröffentlichung eines bundesweiten Trinkwasseratlas mit Belastungsindices. Dieser soll die Qualität unseres Trinkwassers aufzeigen und der mangelnden Transparenz entgegenwirken.
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Studienmaterial
- ACA-Signale
- Der Zucker-Film
- Homöopathie-Dokumentation
- Geistheiler-Dokumentation
- Ernährungswissen
- Sind Linkshänder besser?
- Naturheilverfahren
- Wasserqualität - Wasserfilter
- ÜberLeben (Infodienst GfN)
Neben dem Studienmaterial informiert die GfN auch über interessante und wichtige Gerichtsurteile zu Themen wie Gesundheit, neue Heilverfahren, Krankenversicherung u.ä.
Über regelmäßige Newsletter stellt die GfN sowohl ihren Mitgliedern, als auch interessierten Menschen, ein breites und fundiertes Expertenwissen zu Themen der Gesundheit, Ernährung und Umwelt zur Verfügung.
Immer neuen Angriffen der Schulmedizin gegenüber der "sanften" Medizin im Allgemeinen und der Homöopathie im Speziellen, stellt die GfN Aufklärungsarbeit und konkrete Aktionen entgegen.
